Anleitungen und Projekte

Sie haben Ihr nächstes (oder gar erstes) Projekt ausgesucht! Aber was jetzt? Unsere LoveKnitting Experten helfen Ihnen weiter!


Auswahl der Größe zum Stricken

Mehrere Faktoren spielen bei der Frage, welche Größe das Kleidungsstück haben soll, eine Rolle. Dabei geht es nicht nur darum, den richtigen Brustumfang oder die passende Konfektionsgröße (Small, Medium oder Large) zu bestimmen. Ob weit oder eng anliegend – bei Strickbekleidung hat jeder seine Vorlieben. Einige Kleidungsstücke sind dafür gedacht, eng am Körper getragen zu werden, während andere über weitere Kleidungsstücke gezogen werden. Der „Tragekomfort“ hängt dabei ganz vom Stil ab. Es bietet sich an, ein ähnliches Kleidungsstück, das Sie gerne tragen, als Vorlage zu nehmen, indem Sie es flach auf dem Boden ausbreiten und Länge und Breite abmessen. Vergleichen Sie dann die Maße mit den Angaben in der Strickanleitung. Wenn Sie finden, dass die Breite zwar stimmt, das Muster aber zu lang oder kurz ist, sollten Sie sich an die Maße der von Ihnen bevorzugten Länge halten. Markieren Sie sich in der gesamten Anleitung die Längen- und Breitenangaben, die zu befolgen sind. Nicht vergessen: Sie müssen auch die benötigte Menge an Garn neu berechnen.

So bestimmen Sie Ihre Körpermaße

Achten Sie beim Bestimmen Ihrer Maße auf folgende Punkte, um sicherzustellen, dass das fertige Kleidungsstück auch passt.

Behalten Sie die Unterwäsche beim Messen an und ziehen Sie das Maßband nicht zu straff.

  • Der Brustumfang sollte an der breitesten Stelle gemessen werden.
  • Der Taillenumfang sollte an der natürlichen Taille knapp über dem Hüftknochen gemessen werden.
  • Der Hüftumfang sollte an der breitesten Stelle gemessen werden.

Grundlegendes zur Anleitung

Beim erstmaligen Lesen sind Strickanleitungen oft schwer zu verstehen, doch mit etwas Zeit und Geduld gewöhnen Sie sich schnell daran. Der Aufbau variiert je nach Herausgeber, doch Terminologie und Abkürzungen sind meist identisch.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Strickanleitungen: jene, die sich vor allem auf das geschriebene Wort verlässt und alle Anweisungen Zeile für Zeile ausformuliert, und jene, bei der Text eher zur Erklärung von Strickschriften und Schaubildern genutzt wird. Eine Strickanleitung mit Strickschriften hat gegenüber rein textbasierten Anweisungen den Vorteil, dass Sie anhand des Diagramms genau sehen können, wie das fertige Zopfmuster, Maschenbild, Fair-Isle-Design oder Strickmuster aussehen soll.

Die Strickschrift

Jedes Kästchen steht für eine Masche und eine Maschenreihe. Reihe 1 und alle Reihen mit ungeraden Zahlen sind von rechts nach links zu lesen und stehen üblicherweise für Hinreihen, sofern nicht anders angegeben. Reihe 2 und alle Reihen mit geraden Zahlen sind von links nach rechts zu lesen und stehen üblicherweise für Rückreihen. Eine Strickschrift muss immer von der unteren rechten Ecke aus gelesen werden.

Die Muster sind klar und einfach zu verstehen. Unterschiedliche Maschen und Farben sind jeweils mit verschiedenen Symbolen gekennzeichnet. Sie können die Strickschrift auch vergrößern, eine Kopie anfertigen und Ihre gewählten Größenangaben mit einem farbigen Schrift markieren, um eine noch deutlichere Vorlage zu erhalten. LoveKnitting hat auch eine praktische, kostenlose App für iPhone und iPad, mit der Sie in Ihre Anleitungen zoomen oder sich Notizen machen können.

Die Maßskizze

Alle Anleitungen enthalten Angaben zum Brustumfang oder zu den Konfektionsgrößen S(mall), M(edium) und L(arge). Die wichtigsten Maßangaben, die Sie sich ansehen sollten, sind jedoch die Endmaße des fertigen Kleidungsstücks. So sollte Ihr Kleidungsstück aussehen, wenn die Maschenzahl stimmt. In der Anleitung finden Sie die Endmaße in Form einer Maßskizze oder einer Schemazeichnung, die auch einen Eindruck von der Form des fertigen Kleidungsstücks vermittelt.

Zählmuster lesen

Zählmuster lesen

Die Maschenprobe

Anhand der Maschenprobe wird die Anzahl der Maschen und Reihen innerhalb eines quadratischen Stücks von ca. 12 x 12 cm bestimmt. Jede Anleitung setzt eine bestimmte Strickfestigkeit voraus. Diese unterscheidet sich wesentlich von Stricker zu Stricker. Deshalb ist es so wichtig, erst eine Maschenprobe komplett mit Dämpfen und Spannen anzufertigen, bevor Sie mit dem eigentlichen Kleidungsstück beginnen, um festzustellen, wie fest oder locker Sie stricken und ein genaues Bild Ihres fertigen Kleidungsstücks zu erhalten. Wenn Sie sehr fest stricken, empfiehlt sich eine größere Nadelstärke, um die Angaben in der Anleitung einzuhalten. Wenn Sie eher locker stricken, ist eine kleinere Nadelstärke zu empfehlen.

Die Maschen- und Reihenzahl in der Anleitung unterscheidet sich oft von den Angaben auf der Banderole des Knäuels. Das liegt daran, dass der jeweilige Designer möglicherweise ein eng- oder weitmaschigeres Gewebe anstrebt als handelsüblich. Befolgen Sie daher grundsätzlich die Angaben der Anleitung, um den gewünschten Look zu erzielen.

Maschenproben in verschiedenen Garnstärken. Von links nach rechts: Extradickes Garn, normale Garnstärke und ein Lace-Garn.


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